Der Fonds « Mission in Europa »

Der Fonds «Mission in Europa» wurde im Jahr 1990 gegründet. Die politische Situation in Osteuropa und auf dem Balkan hatte sich damals grundlegend verändert, und der EmK standen viele neue Möglichkeiten zur Mission und zum praktischen Dienst offen. Was allerdings fehlte, waren genügend gut ausgebildete Mitarbeitende, eine funktionierende Infrastruktur (inkl. geeigneter Kirchenräume) – und Geld. Während der folgenden Jahre entwickelte sich der Fonds «Mission in Europa» zu einem wertvollen, nicht mehr wegzudenkenden Gefäß der Solidarität zwischen den Menschen in West- und Osteuropa. Unzählige große und kleine Spenden bewirkten seither viel Gutes.
Nun will sich der Fonds «Mission in Europa» weiter entwickeln. Aus einem Gefäß der Solidarität soll ein Werkzeug werden, das hilft, methodistische Gemeinden aufzubauen oder neu zu beleben und neue missionarische Initiativen auf dem Weg ins Europa des 21. Jahrhunderts zu unterstützen. Dabei ist nicht die gegenseitige Unabhängigkeit Ziel der Bemühungen, sondern vielmehr die Erkenntnis, dass wir in unserem Tun und Sein aufeinander angewiesen sind. In der zeitgemäßen Verkündigung des Evangeliums und in der Entwicklung diakonischer Programme für Menschen auf der Schattenseite des Lebens brauchen wir den gegenseitigen Austausch und das Lernen von einander.
Der Fonds «Mission in Europa» will deshalb Begegnungen ermöglichen – zum Beispiel im Rahmen von Gemeindepartnerschaften oder Freiwilligeneinsätzen. Er will den Austausch missionarischer Ideen ebenso unterstützen wie den Austausch von Mitarbeitenden. Schließlich setzt er sich auch dafür ein, dass wichtige Themen des Kircheseins in der Gegenwart und der Zukunft diskutiert werden können. Im Jahr 2006 ist z.B. die Theologische Ausbildung in den postkommunistischen Ländern ein solches Thema.
Vier Prioritäten:
1. Förderung der Eigenständigkeit
2. Theologische Ausbildung
3. Lernende Kirche
4. Diakonisches Handeln
Mitglieder der Kommission:
Bischöfin Rosemarie Wenner, Frankfurt/Deutschland (Vorsitzende)
Bischof Hans Växby (Russland)
Bishof Oystein Olsen (Norwegen)
Bishof Sifredo Teixeira (Portugal)
Bishof Patrick Streiff (Schweiz)
Thomas Kemper (Deutschland)
Supt. Lothar Pöll (Österreich)
Colin Ride (Großbritannien)
Andreas Stämpfli (Schweiz)
Tove Odland (Norwegen)
Üllas Tankler (Estland/USA)
+ Urs Schweizer (Geschäftsführer)
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